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Dienstag, 25. September 2012

Ig-Nobel-Preise 2012


Gleich mehrere Studien aus Wahrnehmungsforschung und Neurowissenschaften wurden vor wenigen Tagen mit dem Ig-Nobelpreis ausgezeichnet.

Auch wenn der Name an das englische „ignoble“ (dt. etwa: "unwürdig") erinnert, ist die Ehrung von einem Schmähpreis weit entfernt. Im Mittelpunkt der Ehrungen, welche die die Zeitschrift Annals of Improbable Research jedes Jahr kurz vor Bekanntgabe der "echen" Nobelpreise verleiht, stehen vielmehr kuriose Forschungen. ZIel ist es, wie es das Ig-Nobel- Komitee ausdrückt: „to honor achievements that first make people laugh, and then make them think".

Der Preis für Psychologie ging an die Niederländer Anita Eerland und Rolf Zwaan sowie an Touio Guadalupe aus Peru. Sie haben herausgefunden, dass der Eiffelturm kleiner wird, wenn man sich beim Betrachten nach links lehnt. 

Ebenfalls aus den Niederlanden kommt Frans de Waal, der gemeinsam mit der Amerikanerin Jennifer Pokorny nachgewiesen hat, dass Schimpansen einander anhand von Gesäß-Fotos erkennen können. Dem Ig-Nobel-Komitee war dies einen Preis in Anatomie wert. 


Mit einem eindrucksvollen Hightech-Apparat und allerlei Statistik sicherte sich ein amerikanisches Forscherteam den Ig-Nobel-Preis für Neurowissenschaften. Craig Bennett, Abigail Baird, Michael Miller, und George Wolford ist es gelungen, Hirnaktivität bei einem toten Fisch nachzuweisen. Klingt komisch? Soll es auch. Mit dem Versuch wollen die Forscher darauf aufmerksam machen, zu welchen Fehlergebnissen falsch angewandte Methoden führen. 

Inge Hüsgen