News

Samstag, 24. September 2011

Der Geschichtenerzähler kommt


Mit unwahrscheinlichen, traumhaften und schönen Geschichten entführt Michel Zirk seine Zuhörer in die Welt der Vorstellungskraft. Im Herbst macht der Geschichtenerzähler Station im Hands-on-Museum turmdersinne.

Für kleine und große Besucher ab acht Jahren bringt Michl Zirk unglaublich komische, unglaublich spannende und unglaublich schöne Geschichten mit.

Termine:
• Samstag, 29.10.2011, 18:30 Uhr,
• Donnerstag, 24.11.2011, 18:30 Uhr.

Ort: turmdersinne am Westtor: Spittlertorgraben/Ecke Mohrengasse.

Anfahrt: Straßenbahnlinie 4 und 6 sowie Buslinie 36, Haltestelle "Obere Turnstraße" (ca. 200 m Fußweg), oder mit der U1/U11, Haltestelle "Weißer Turm" (ca. 250 m Fußweg).

Preis: Kombi-Ticket: 12 € (erm. 9 €) inklusive Museumseintritt am Tag der Veranstaltung ab 17 Uhr.

Voranmeldung unter info@turmdersinne.de oder unter Tel. 0911- 944 32 81.

Weitere Infos hier.

Donnerstag, 8. September 2011

Wie wir "verdrahtet" sind, so sehen wir

Erstaunlich, dass wir die Welt als ein Ganzes wahrnehmen. Denn die beiden Hälften unserer Großhirnrinde sind nur an wenigen Stellen durch Nervenstränge miteinander verknüpft, von denen der dickste Corpus Callosum genannt wird. Dass individuelle Unterschiede im Aufbau des Corpus Callosum zu unterschiedlichen subjektiven Wahrnehmungen führen, hat nun ein Forscherteam um Erhan Genç vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt/Main gezeigt. Bei Probanden mit dickeren Nervenfasern im Corpus Callosum fügen sich die Sehinformationen aus beiden Hemisphären schneller zusammen.

Die Wissenschaftler wollten in ihrem Versuch herausfinden, wie das Gehirn die Wahrnehmungen beider Hemisphären zu einem kohärenten Bild zusammenfügt. Dazu verwendeten sie eine mehrdeutige Bewegungsillusion namens „Motion Quartet“. Vier statische, in Zweierreihen untereinander angeordnete Einzelbilder mit blinkenden Punkten vermitteln den Eindruck einer Bewegung. Entweder scheint es, als würden die Punkte auf und ab oder aber seitwärts springen.
Senkrecht oder waagerecht, dies macht für die Arbeitsorganisation im Gehirn einen grundlegenden Unterschied aus. Für die senkrechte Bewegungsillusion ist ausschließlich die jeweils gegenüberliegende Hirnhälfte zuständig, während zur Wahrnehmung der waagerechten Scheinbewegung die Sinnesdaten beider Hirnhälften integriert werden. Da die Kommunikation innerhalb einer Hemisphäre rascher geschieht als zwischen beiden, nehmen Betrachter hauptsächlich senkrechte Bewegungen wahr, doch variieren die bevorzugten Bewegungsrichtungen von Person zu Person und ändern sich mit dem Abstand zwischen den Quadraten. Ferner kommt es gelegentlich zu spontan wahrgenommenen Richtungsänderungen. Im Versuch ermittelten Genç und seine Kollegen  für jeden Probanden, bei welchen Proportionen des Motion Quartet beide Bewegungsrichtungen gleich oft vorkamen. 

Um herauszufinden, ob die festgestellten Unterschiede in der Hirnanatomie der Teilnehmer begründet sind, ermittelten die Forscher anschließend mittels Kernspintomografie den Durchmesser der Nervenfasern im Corpus Callosum. Es zeigte sich, dass sich bei Probanden mit einem größeren Faserdurchmesser die horizontale Scheinbewegung rascher einstellt. Die Forscher führen dies auf die schnellere Weiterleitung und Integration der Sehinformation aus den beiden Hirnhemisphären zurück. Erhan Genç sieht in dem neu entdeckten Phänomen einen vielversprechenden Ansatz für die zukünftige Erforschung der physiologischen Grundlagen unserer Wahrnehmung. „Es ist faszinierend, wie eng individuelle Unterschiede in der bewussten Wahrnehmung mit Unterschieden in der Architektur des Gehirns verknüpft sind“, so das Fazit des Wissenschaftlers.
Inge Hüsgen

Literatur:
Erhan Genç, Johanna Bergmann, Wolf Singer, and Axel Kohler:
Interhemispheric Connections Shape Subjective Experience of Bistable Motion.
Current Biology, 1. September 2011

Freitag, 2. September 2011

Workshop boxdersinne für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren

Die Exponate des turmdersinne können jetzt auch als mobiler Workshop angemietet werden, quasi als Museum 2Go. Alles, was man dafür braucht, passt in eine handelsübliche Aluminiumbox.

Bei der Entdeckungstour durch die boxdersinne stehen eine spannende Auswahl an Exponaten zum Ausprobieren und viele Anregungen zum aktiven Mitmachen bereit. Die jungen Forscher erfahren Wissenswertes rund um die Fragen "Wie funktionieren eigentlich unsere Sinne?" und  "Wann und warum täuschen wir uns?"

Die boxdersinne macht neugierig auf Wahrnehmungsphänomene und ihre Erklärungen. Vermittelt spielerisch Wissenswertes über aktuelle Erkenntnisse aus Wahrnehmungsforschung und Neurowissenschaften und hält viele Überraschungen bereit! Denn: „Eine der bedeutendsten Erfahrungen im Leben eines Menschen ist das Erlebnis, dass wir uns täuschen können“.

Es werden jedoch nicht nur die Tricks unserer Wahrnehmung aufgedeckt, der Workshop beinhaltet auch die Entwicklung und Herstellung von eigenen Exponaten. Diese dürfen am Ende selbstverständlich mit nach Hause genommen werden.
Nicole Seeberger

Dauer: 2,5 Std., Termin nach Vereinbarung

Wo? Im Raum Nürnberg, auf Anfrage
Preis: 220€
Weitere Informationen: info@turmdersinne.de