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Donnerstag, 31. März 2011

Museumstag 14./15. Mai 2011

"Ist, was wir erinnern, wirklich immer wahr?" Dieser Frage geht der turmdersinne anlässlich des 34. Internationalen Museumstages am Wochenende 14./15. Mai 2011 nach.
Die internationale Veranstaltung steht dieses Jahr unter dem Motto "Museen, unser Gedächtnis". Aus diesem Anlass widmet sich der turmdersinne - bekannt für seine verblüffenden Exponate zu Wahrnehmungstäuschungen - der Frage, ob sich unser Gedächtnis ebenso leicht hinters Licht führen lässt.

In drei Sonderführungen zum Thema Gedächtnis wird es unter anderem darum gehen, warum es notwendig ist zu vergessen, und warum Menschen sich sogar an Ereignisse erinnern können, die nie passiert sind.

14. Mai 2011
  • 20:30 Uhr: Nachtführung durch das Erlebnismuseum turmdersinne mit Burgblick

15. Mai 2011
  • ganztägig 1 Euro Rabatt auf den Eintrittspreis im Museum: Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder und Studierende (bis 26 Jahre) 3 Euro.
  • 11 Uhr und 16 Uhr: Sonderführungen durch den turmdersinne (ohne Aufpreis)

Eine Broschüre mit begleitenden Informationen zum Thema „Gedächtnis“ ist an der Kasse erhältlich.

Aufgrund beschränkter Platzkapazitäten bitten wir für die Nachtführung und die Sonderführungen um Voranmeldung.
E-Mail: info@turmdersinne.de
Tel.: (0911) 9 44 32 81

Claudia Muth/IngeHüsgen

Montag, 28. März 2011

brainWEEK 2011 mit Besucherrekord

Mit über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die brainWEEK 2011 in Nürnberg die bisher erfolgreichste und besucherstärkste Vortragswoche dieser Art.
Dieses zufriedene Resümee zieht turmdersinne-Museumsleiterin Claudia Muth in ihrem Rückblick auf die Veranstaltungsreihe, die vom 12. bis 18. März mit Vorträgen, Filmen und einem furiosen Unterhaltungsprogramm in die Welt der Hirnforschung einführte. Den gesamten Artikel von Claudia Muth finden Sie in der Online-Ausgabe der Zeitschrift diesseits.


Auch nächstes Jahr soll das Erfolgsprogramm Nürnberger brainWEEK in gewohnter Qualität fortgesetzt werden. Im März 2013 dürfen sich die Besucher dann auf besondere Highlights freuen, wenn das Museum turmdersinne zeitgleich mit der brainWEEK sein 10-jähriges Jubiläum feiert.

Inge Hüsgen

Donnerstag, 24. März 2011

brainWEEK: noch ein Nachklapp

"It really was good to soak up so much information in such a short time, and to be enthused by such knowledgeable and jolly people.”
So das Resümee der Besucherin Susie Mallett von der Auftaktveranstaltung der Nürnberger brainWEEK. Susie Mallett kommt aus Großbritannien, lebt in Deutschland und ist im Bereich der konduktiven Förderung tätig, einem Förder- und Rehabilitationsverfahren für Kinder mit neurologischen Bewegungsstörungen. Auf ihrem Blog „Conductor“ berichtet sie von ihrem Besuch auf der brainWEEK.

Von der Veranstaltung Pecha Kucha beispielsweise, wo die Referenten - Mediziner und Psychologen vom Klinikum Nürnberg Süd - ihre langjährige Erfahrung rüberbrachten...:

"There was not one doctor, who claimed to know what was going on inside our heads, but they had a lot of experience amongst them and could tell us quite a lot about how they work to try to normalise disturbances in the well-being of their patients.”
 
...ohne indes die Begrenztheit des derzeitgen Forschungsstandes zu verschweigen:


“The concluding questions and answers brought us to the fact that despite tremendous leaps forwards in the study of the brain in recent years we still do not know very much. One doctor said that what we know now is hardly scratching the surface of what is happening in our brains, and it is impossible to predict whether over the next hundreds of years much more will be discovered.”

Susie Malletts Fazit der Zusammenarbeit der Organisatoren turmdersinne und Klinikum Nürnberg Süd bei den Vorträgen und beim anschließenden Filmabend:

“The team in Nürnberg have done a good job in brainWEEK of promoting their work they have developed in their clinic and bringing more awareness to this growing problem in our society.”
Inge Hüsgen

Montag, 21. März 2011

Das war die brainWEEK 2011

Volle Säle, interessierte Besucher und spannende Diskussionen - die Bilanz der Nürnberger brainWEEK 2011 kann sich sehen lassen. Nach dem gelungenen Auftakt mit "Pecha Kucha" und einem Filmabend zum Thema Demenz ging es weiter mit einer neurophilosophischen Kriminalgeschichte.

"Fahndung nach dem Ich" heißt Georg Northoffs spannendes Buch, das sich im Rahmen eines Krimis an eine der großen Menschheitsfragen wagt: Gesucht wird nichts Geringeres als das menschliche Selbst. Als Ermittler sind ein Philosoph und ein Neurowissenschaftler unterwegs, Tatort ist das Gehirn.  

Gespannt lauschten die Besucher im Zeitungscafé der Stadtbibliothek dem Autor (l.), selbst Mediziner und Philosoph.


Mit welchen Tricks und Kniffen sich Auge und Gehirn am besten täuschen lassen, wissen Maler oft intuitiv - erliegen manchmal allerdings auch den eigenen Selbstäuschungen. Der Wahrnehmungsbiologe Rainer Wolf führte in seinem Vortrag in die Welt der künstlerischen Illusion ein und erklärte, was die Hirnforscher von den Kreativen gelernt haben.

Hervorragendes Anschauungsmaterial lieferte die Sonderausstellung von Dorle Wolf, die noch bis 22. Mai 2011 im Erlebnismuseum turmdersinne zu sehen ist. Mit einer 3D-Brille betrachtet, zeigen ihre Bilder überraschende räumliche Effekte.

Zum krönenden Abschluss der Veranstaltungsreihe stand auch dieses Jahr wieder das beliebte Format "Science meets Comedy" auf dem Programm. Tom Troscianko war eigens aus Großbritannien angereist. Im Planetarium berichtete der Professor für experimentelle Psychologie vor ausverkauftem Haus über seine Forschungen. Etwa darüber, wie das Gehirn aus der Masse von Sinnesreizen einen konsistenten Weltentwurf schafft.

Die "Übersetzung" von Trosciankos Vortrag übernahm Thomas Fraps (l.), Physiker, Zauberkünstler und Stand-up-Comedian.  

Text: Inge Hüsgen
Fotos: Karin Becker

Donnerstag, 17. März 2011

Ein Forscher auf der Unterhaltungsbühne

Warum wir ein vertrautes Gesicht selbst in einer großen Menschenmenge erkennen und weshalb ein Muster auf Victoria Beckhams Kleid ihr eine megaschlanke Taille verleiht – all dies erforscht Tom Troscianko. Nun kommt der renommierte britische Wahrnehmungspsychologe nach Deutschland. Am 18. März präsentiert Troscianko bei „Science meets Comedy“ im Nicolaus-Copernicus-Planetarium die verblüffende Welt der Wahrnehmungsphänomene.


Prof. Tom Troscianko

Der Abend ist abschließender Höhepunkt der Internationalen Woche des Gehirns brainWEEK in Nürnberg, die sich vom 12. bis 18. März mit Vorträgen, Filmen und Diskussionen dem Phänomen Gehirn nähert. Das Format „Science meets Comedy“ hat sich dabei seit der Premiere 2008 als Publikumsmagnet etabliert. Das Erfolgsrezept: Ein renommierter Wissenschaftler und ein Entertainer bringen mit vereinten Kräften das Publikum zum Staunen und Lachen. Für den unterhaltenden Part konnten die Veranstalter, der turmdersinne und das Planetarium, wieder den Comedian und Zauberkünstler Thomas Fraps gewinnen. Er wird den englischsprachigen Vortrag des Wissenschaftlers in seinem ganz eigenen Stil „übersetzen“.

Troscianko hat sich als Professor für experimentelle Psychologie an der Universität Bristol (England) ausführlich mit der visuellen Objekterkennung beschäftigt. Diese entwicklungsgeschichtlich überlebenswichtige Fähigkeit ermöglichte es unseren Vorfahren beispielsweise, essbare Früchte anhand der Farbe von ungenießbaren Blättern zu unterscheiden. Was dabei jedoch im Einzelnen geschieht und wie Gehirn und Auge zusammenarbeiten, beginnen die Wahrnehmungsforscher erst allmählich zu begreifen. So sehen wir nur in einem winzigen Bereich der Netzhaut, dem sogenannten Gelben Fleck, ein scharfes Bild. Alle umgebenden Netzhautbereiche liefern lediglich verschwommene Konturen. Versuchen Sie einmal, diesen Text zu lesen, während Sie auf den Rand des Monitors schauen – es wird Ihnen nicht gelingen.

Dieses Sehverhalten wollte Troscianko mit einem Roboter nachstellen. „Jedoch kamen wir nicht weiter als dem Roboter die Richtung vorzugeben, in die er auf der Suche nach einem bestimmten Objekt als nächstes schauen sollte – dann ging uns das Geld aus.“ Dennoch habe das Projekt eine Reihe von neuen Erkenntnissen über die Kontrolle von Augenbewegungen erbracht. Ferner war er an der Entwicklung von Computersystemen zur Erkennung von Aggression beteiligt, die in Kombination mit Überwachungskameras eingesetzt werden sollten. Derzeit forscht Tom Troscianko über den Zusammenhang von Sehreizen und Vergnügen.

Dass der Spaß auch bei der Wissenschaftsvermittlung eine große Rolle spielt, steht für ihn außer Frage. Trosciankos Heimat Großbritannien hat auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet. Dennoch brauchte es auch dort seine Zeit, bis sich die Forscher auf die Unterhaltungsbühnen wagten. Vielleicht aus – unbegründeter – Sorge um die ohnehin spärlichen Forschungsgelder, wie Troscianko vermutet. Heute ist er sich gewiss, dass “der Wert unserer Arbeit auch dann erhalten bleibt, wenn sie mit Humor präsentiert wird.“

„Science meets Comedy“ ist ausverkauft, eventuell zurückgegebene Einzelkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Weitere Informationen:  info@turmdersinne, Tel. 09 11 - 94 4 32 81

Inge Hüsgen

Montag, 14. März 2011

brainWEEK erfolgreich gestartet

Enormer Andrang bei den ersten Veranstaltungen der diesjährigen Nürnberger brainWEEK am vergangenen Samstag, 12.3.2011:


Volles Haus im Klinikum Süd, wo zum Auftakt der Veranstaltungsreihe ein spannender Vortragsmarathon auf dem Programm stand. "Pecha Kucha!", das bedeutet: endlich mal ein Vortragsmarathon, bei dem garantiert keine Langeweile aufkommt. Neben den knackigen Kurzreferaten der Mediziner kamen auch Nachfragen und angeregte Publikumsdiskussionen nicht zu kurz.



"Nanu, was macht das Gehirn denn da?!"


Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, am Rande der Veranstaltung die Exponate der Wanderausstellung tourdersinne auszuprobieren.


Im Kino Casablanca liefen wegen der großen Nachfrage gleich zwei Vorstellungen des Spielfilms "Small World". Gérard Depardieu spielt darin einen Demenzpatienten, dem allmählich das Kurzzeitgedächtnis abhanden kommt, während seine Erinnerungen an Kindheit und Jugend immer deutlicher werden.
An diesem Themenabend standen Ärzte des Nürnberger Klinikums für Fragen rund um das Thema Alzheimer/Demenz zur Verfügung, etwa um mit Senioren über die Krankheitsbilder und die Möglichkeiten der Vorbeugung zu sprechen.   

Die nächste Veranstaltung steht am Dienstag, 15. März 2011, auf dem Programm, wenn das interaktive Erlebnismuseum turmdersinne acht Jahre alt wird. Zur "Geburtstagsfeier" gibt's um 17 Uhr eine Sonderführung.
Übrigens: die Sonderausstellung mit Gemälden von Dorle Wolf ist im Eintrittspreis inbegriffen.
Reservierung empfohlen: info@turmdersinne, Tel. 0911 - 9443281.

Text: Inge Hüsgen
Fotos: Karin Becker

Freitag, 11. März 2011

Pecha Kucha!

Pecha Kucha (sprich: petscha kutscha) ist ein rasantes Vortragsformat aus Japan: 20 Bilder pro Vortrag, 20 Sekunden pro Bild. Macht zusammen 6 Minuten, 40 Sekunden.
Erleben können Sie "Pecha Kucha" zum Auftakt der Nürnberger brainWEEK am Samstag, 12. März 2011, von 13 bis 16 Uhr im Klinikum Nürnberg Süd. Am Rednerpult geben sich sich Neurologen, Psychiater, Psychosomatiker und Neurochirurgen der Einrichtung das Mikro in die Hand. Die drei einstündigen Themenblöcke scließen jeweils mit mit einer Fragerunde ab.
Der Eintritt ist frei, einfach vorbeikommen und mitdiskutieren!

Übrigens: Am Rande der Veranstaltung präsentieren die Wanderausstellung tourdersinne und das Klinikum ganz neue interaktive Stationen zum Experimentieren mit der eigenen Wahrnehmung.


Themen und Referenten


13 bis 14 Uhr:
  • „Ist Demenz das Gleiche wie Alzheimer?“ (Dr. Reinhold Waimer, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Gerontopsychiatrie)
  • „Hält Gehirnjogging Alzheimer auf?“ (Nina Strößenreuther, Psychologin, Gedächtnissprechstunde)
  • „Macht Altsein depressiv?“ (Christine Däubler, Psychologin, Gedächtnissprechstunde)
  • „Wie wirken Antidepressiva?“ (Dr. Dr. Günter Niklewski, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie)
  •  „Hat Morgenstund‘ wirklich Gold im Mund?- Das wahre Gesicht des Schlafes“ (Dr. Kneginja Richter, Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Zentrum für Schlafmedizin

14 bis 15 Uhr:
  • „Aufmerksamkeitsdefizit – Hyperaktivität“ (Dr. Arnfried Heine, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie)
  • „Autismus“ (Dr. Axel Rösche, Leitender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie)
  • „Stellwerk der Erinnerungen - Neurobiologie der Traumabewältigung“ (Dr. Kruttschnitt, Oberärztin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie)
  • „Ausgebrannt - Burnout“ (Dr. Roland Kalb, Stationsarzt der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie)
  • „Was ist das Schmerzgedächtnis?“ (Dr. Andreas Bickel, Oberarzt der Klinik für Neurologie)

15 bis 16 Uhr:
  • „Wer operiert eigentlich im Gehirn, Hand oder Verstand des Neurochirurgen?“ (Prof. Hans-Herbert Steiner, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie)
  • „Entsteht Tabakabhängigkeit im Gehirn?“ (Matthias Urlbauer, Assistenzarzt der Klinik für Pneumologie)
  • „Erinnern und Vergessen“ (Dr. Hartmut Lehfeld, Leitender Psychologe der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie)
  • „Doping für‘s Gehirn“ (Prof. Frank Erbguth, Chefarzt der Klinik für Neurologie)
Kontakt: info@turmdersinne.de, Tel. 0911-94432-81

Inge Hüsgen

Freitag, 4. März 2011

"Small World": zusätzliche Vorstellung

Schon jetzt ist der Filmabend mit "Small World" am 12. März um 19 Uhr komplett ausverkauft. Wer keine Karte ergattern konnte, hat jedoch die Möglichkeit, eine zweite Vorstellung am gleichen Tag um 21.30 Uhr im "Casablanca" zu besuchen. Vor dem Film führen zwei Ärzte des Nürnberger Klinikums ins Thema ein, die abschließende Diskussion muss bei dieser zweiten Vorstellung leider entfallen.