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Mittwoch, 28. September 2016

Symposium 2016: Neueste Ergebnisse der Aggressionsforschung


Lisa Wagels

Lisa Wagels ist Diplom-Psychologin und forscht an der RWTH Aachen im Rahmen einer Promotionsarbeit bei Prof. Ute Habel über den Zusammenhang von Genotyp, dem Hormon Testosteron und unterschiedlichen Situationen auf aggressives Verhalten. 

In einer Abänderung des ursprünglich angekündigten Programms stellt die Nachwuchswissenschaftlerin am nächsten Sonntag, 02. Oktober 2016, auf dem Symposium turmdersinne noch unveröffentlichte Ergebnisse vor.

Im Mittelpunkt ihres Versuchs standen gesunde Männer, die dem sogenannten MAO-A-Genotyp angehören. Dieses genetische Merkmal wird mit erhöhter Aggression in Verbindung gebracht. Doch wie reagieren die Probanden in sozialen Kontexten? Wie in nicht-sozialen Situationen? Und was geschieht, wenn sie mit einem tatsächlichen Gegner konfrontiert werden? 

Wagels hat auf diese Fragen differenzierte Antworten gefunden. Welches Verhalten eine Person zeigt, wird durch viele Faktoren bestimmt. Welche das sind, erklärt die Forscherin in ihrem Vortrag.

Sonntag, 2. Oktober 2016
12.00 bis 12.45 Uhr
Lisa Wagels
Von der Frustration zur Aggression 
Aktuelle Forschungen Neuropsychobiologie

Was treibt uns an? 
Motivation und Frustration aus Sicht der Hirnforschung
30.09.-02.10.2016 
Stadthalle Fürth  

Restkarten für das gesamte Symposium oder für einzelne Abschnitte sind vor Ort an der Tagungskasse erhältlich.


Dienstag, 6. September 2016

Im Gästebuch geblättert

Die bayerischen Sommerferien gehen zu Ende, und das turmdersinne-Team blickt zurück auf viele neue Besucher und tolle Ferienaktionen. Zeit, wieder einmal das Gästebuch zur Hand zu nehmen:



Übrigens: Am Donnerstag, 08. September 2016, steht im Rahmen des Ferienprogramms noch einmal eine Gedächtnis-Tour für Jung und Alt auf dem Programm.

In dieser spannenden Sonderführung erfahren Neugierige ab 12 Jahren, warum wir manchmal Dinge vergessen, und weshalb Menschen sich sogar an Ereignisse erinnern können, die sie nie erlebt haben. Anmeldung hier.


Sonntag, 21. August 2016

Außer Sinnen: David Bardens


Der Mediziner Dr. David Bardens wurde durch den aufsehenerregenden "Masernprozess" bekannt. Im Mai 2016 stand er bei der Veranstaltungsreihe "Außer Sinnen" auf der Bühne und schluckte eine Überdosis Zyankali - homöopathisch verdünnt.

Zum Weiterlesen: 

Sonntag, 24. Juli 2016

Außer Sinnen: Verschwörungstheorien


Ob Nazi-Flugscheiben, reptiloide Politiker oder amerikanische Sprengsätze in den WTC-Türmen: absurde Behauptungen sind in unzähligen Verschwörungstheorien zu finden. Zu unsinnig, um daran zu glauben? Nicht unbedingt, sagt der Bamberger Psychologe Marius Raab.

Es spricht im Gegenteil einiges dafür, dass Menschen ihre individuelle Verschwörungstheorie aus verschiedenen Erzähl-Elementen zusammensetzen - und dass gerade der Kontakt mit absurden Details der individuelle Version einer Verschwörungstheorie einen stärker konspirativen Charakter verleiht, während offizielle Statements dabei ausgeblendet werden.

In einer Studie hat Raab mit Kollegen genau dies anhand eines Versuchs gezeigt. Ihr Fazit:
Eine Verschwörungstheorie birgt vielerlei Gefahren: Die komplexe und ankedotische Argumentation immunisiert gegen eine Widerlegung. Extreme Elemente ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, polarisieren die Debatte und können die individuellen Erklärungskonstrukte einzelner Menschen in RichtungVerschwörung verändern. Zusammengefasst, stellt der Ruch des Seltsamen gerade keinen Schwachpunkt derartiger Theorien dar, sondern vielmehr einen wesentlichen Bestandteil, von dem ihre Überzeugungskraft abhängt.
Mehr dazu erklärt Marius Raab am Dienstag, 26. Juli 2016, in der letzten diesjährigen Veranstaltung der Reihe "Außer Sinnen".

Dienstag, 26. Juli 2016
Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg
Außer Sinnen:
Marius Raab: Verschwörungstheorien - sinnstiftende Sagen oder unsagbarer Unsinn?
Eintritt. 7,- € (erm.: 5,- €)
Buchung über BZ Nürnberg, Kurs 00935
#AußerSinnen

Zum Weiterlesen: 

Raab, M. H.; Auer, N.; Ortlieb, Stefan A.; Carbon, C. C.: The Sarrazin effect. The presence of absurd statements in conspiracy theories makes canonical information less plausible. Frontiers in Personality Science and Individual Differences, 4. doi: 10.3389/fpsyg.2013.00453.

Samstag, 23. Juli 2016

Symposium 2016: Frühbucherrabatt nutzen!

Nur noch wenige Tage: Wer den Frühbucherrabatt nutzt und sich bis 31. Juli zum Symposium turmdersinne 2016 anmeldet, spart bares Geld.

Zum diesjährigen Thema Motivation konnten die Organisatoren sowohl renommierte Forscherpersönlichkeiten und vielversprechende Nachwuchswissenschaftler gewinnen. Zu ihnen gehört auch die Psychologin Bettina Schwörer von der Universität Hamburg, die gemeinsam mit Prof. Gabriele Oettingen die Rolle von Zukunftsträumereien für unsere Erfolge untersucht hat.
Bettina Schwörer
Ein Beispiel: Wer hätte nicht gern einen tollen Abschluss mit Supernote? Wenn du es wirklich willst, dann schaffst du es auch - behaupten jedenfalls unzählige Motivationsgurus. Doch so ermutigend solche Sprüche zunächst klingen mögen - sie nähren nur die Versagensgefühle, wenn ich statt zu lernen lieber mit Freunden unterwegs war oder mal wieder einen Nachmittag am Computer vertrödelt habe. Wenn dann noch die Prüfung danebengeht, ist die Enttäuschung groß.

Dieses Scheitern ist leider vorprogrammiert. Was wir aus leidvoller Erfahrung wissen, haben Studien bestätigt: Positives Denken allein bringt uns unseren Wünschen nicht näher. Denn zum Erreichen unserer Ziele müssen wir Widrigkeiten überwinden, und dafür benötigen wir eine gute Strategie.

An genau dieser Stelle setzt Oettingens  "WOOP"-Modell ein, das Bettina Schwörer in ihrem Vortrag vorstellt. WOOP, das steht für Wish - Outcome - Obstacle - Plan (Wunsch - Resultat - Hindernis - Plan) und funktioniert so: Führen Sie sich zunächst Ihren konkreten Wunsch vor Augen. In unserem Beispiel: Sie lernen regelmäßig und effizient. Das Resultat: In der Prüfung beantworten Sie jede Frage souverän und korrekt. Doch vergessen Sie nicht, sich im zweiten Schritt die Hindernisse auf dem Weg dorthin zu vergegenwärtigen. Was hält Sie vom Lernen ab, dass Sie sich so bereitwillig blenken lassen? Hier kann ein eigener Zeitplan ganz hilfreich sein.

Mehr erfahren Sie beim Symposium turmdersinne

Symposium turmdersinne 2016
Was treibt uns an?
Motivation und Frustration aus Sicht der Hirnforschung
30. September bis 2. Oktober 2016, Stadthalle Fürth
Anmeldung
 #Symp2016

Zum Weiterlesen: 

Samstag, 16. Juli 2016

Symposium 2016: Motivation durch verpasste Frist



Kennen Sie das auch? Hier ein Projekt, da ein Termin und dann noch eine Frist versäumt - nur, weil Sie so viel zu tun haben. Dann sind Sie vielleicht auf dem besten Weg zum ultimativen Motivations-Schub. Sofern Sie nicht sich selbst die Schuld an der Verspätung geben.

Das behauptet zumindest das Forscherteam um Keith Wilcox von der Columbia University. Sie kommen in einer neuen Studie zu folgendem Fazit: Wer sich selbst als vielbeschäftigt einschätzt, ist nach einer versäumten Frist motivierter, die Aufgabe zu beenden, als jemand, der sich wenig beschäftigt fühlt. Den Grund sehen die Wissenschaftler darin, dass die Vielbeschäftigten zufriedener mit ihrem Zeitmanagement seien, weshalb sie eine überzogene Deadline nicht als persönliches Versagen werteten. 
Dieser Unterschied in der Motivation wirkt sich offenbar auch auf die Arbeitsgeschwindigkeit aus. So belegen die Daten einer Task-Management-App, dass vielbeschäftigte User ihre Aufgabe nach Verstreichen einer Frist rascher fertigstellen als wenig beschäftigte. 
A propos Frist: Noch bis 31. Juli gilt bei der Anmeldung zum Symposium der günstige Frühbucherrabatt. Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets und seien Sie dabei, wenn renommierte Expertinnen und Experten weitere aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema Motivation präsentieren!
 
Symposium turmdersinne 2016
Was treibt uns an? Motivation und Frustration aus Sicht der Hirnforschung
30. September bis 2. Oktober 2016, Stadthalle Fürth
 Anmeldung   
#Symp2016 

Text: Inge Hüsgen 
Foto: shutterstock/Stokkete


Zum Weiterlesen: 

Sonntag, 10. Juli 2016

Außer Sinnen: Lügen und Betrügen

Dr. Roland Pfister
Frank Abagnale ist 16, als er seine ersten Schecks fälscht. Später düst er dank einer erfundenen Geschichte kostenlos mit dem Flugzeug durch die ganze Welt. Und er bewirbt sich ohne Studium erfolgreich um eine Stelle als Oberarzt - ein überzeugendes Auftreten und ein paar Imponiervokabeln aus Krankenhausserien im Fernsehen genügen.

Bekannt wurde die Lebensgeschichte des Hochstaplers Frank Abagnale durch den Hollywood-Streifen "Catch Me If You Can" (2002) mit Leonardo di Caprio. Doch wie kommt man solchen geschickten Lügnern auf die Schliche? Und was passiert beim Flunkern eigentlich im Gehirn? Mit solchen Fragen beschäftigen sich Psychologen wie Dr. Roland Pfister von der Uni Würzburg.

So hat Pfister gemeinsam mit Anna Foerster und Wilfried Kunde per EEG die Hirnaktivität beim Flunkern untersucht. Ihre Augabe war es, einem virtuellen Polizeibeamten Auskunft über die Position eines Messers zu geben. Für eine unwahre Aussage brauchten sie einige Millisekunden länger, als wenn sie die Wahrheit sagten - auch dann, wenn sie vor jedem Durchgang ankündigten, ob ihre nächste Aussage wahr oder gelogen sein würde. Dies bestätigt, dass Lügen mehr kognitive Ressourcen beansprucht, als wenn wir die Wahrheit sagen.

Angesichts so deutlicher Unterschiede müsste es doch ganz einfach sein, einen Lügner auf frischer Tat zu ertappen, oder? Wie wir wissen, klappt das in manchen Fällen auch. Doch einige Schwindler kommen immer wieder mit den wildesten Geschichten durch - nicht nur auf der Kinoleinwand. Wie sich erfolgreiche Lügner von anderen unterscheiden, verrät Roland Pfister am Dienstag, 12. Juli, auf seinem Vortrag der Reihe "Außer Sinnen".

Noch sind Karten erhältlich. Ehrlich!

Dienstag, 12. Juli 2016, 19.30 Uhr
Nicolaus-Copernicus-Planetarium Nürnberg
Außer Sinnen:
Dr. Roland Pfister: Lügen und Betrügen - eine Gebrauchsanweisung
 Eintritt. 7,- € (erm.: 5,- €)
Buchung über BZ Nürnberg, Kurs 00934
#AußerSinnen

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